Windows 10 Upgrade Lizenzbeschränkungen und -restriktionen

Windows 10 Upgrade Lizenzbeschränkungen und -restriktionen

Aktuell kann man sowohl von Windows 7 (SP1) wie auch Windows 8.1 Geräten auf Windows 10 upgraden, und das kostenlos.

Es ist nicht ganz offensichtlich, was das genau bedeutet, und was man mit dem upgegradeten Windows 10 machen kann, bzw. wann es nicht mehr nutzbar ist. Hier der Versuch, für etwas mehr Klarheit zu sorgen.

Lizenzbindung an den Computer

Eine der großen Fragen ist die Frage nach der Bindung an die Hardware, auf der Windows 7/8.1 auf 10 upgegradet wurde. Eine Antwort habe ich bislang ausschließlich in diesem Artikel gefunden: so wird die generierte Upgrade-Id an bestimmte Hardware gebunden.

Dies ist eine Kombination aus:

  • CPU
  • Hauptplatine
  • TPM (normalerweise ebenfalls auf der Hauptplatine)

Das heißt insbesondere auch, daß folgende Komponenten upgegradet werden können sollten, ohne daß die Windows 10 Lizenz verfällt:

  • RAM
  • Fesplatte
  • Grafikkarte

Dies sind auch die Komponenten, die am häufigsten upgegradet werden, man sollte also in 95% aller Fälle mit dem upgegradeten Windows 10 bis zum Lebensende des PC Systems „durchhalten” können.

Wenn ich die Informationen richtig verstehe, würde ein CPU Upgrade z. B. jedoch auch die vorhandene Upgrade-Lizenz invalidieren, man müßte also sein Windows 10 neu erwerben. Oder in dem Fall vermutlich direkt einen neuen PC, da hier ein CPU Upgrade unnötig verteuert werden würde, da kann man direkt ganz anders planen.

Hardwaresupport

Große Unterschiede im Hardwaresupport gibt es unter Windows 7, Windows 8.1 sowie Windows 10 nicht.

Es gibt jedoch 2 Trends:

  1. Treiber werden häufiger als früher direkt über Microsoft ausgeliefert, was viel komfortabler ist, gleichzeitig findet man Treiber schwieriger beim Hersteller, falls nötig
  2. Es dürfen nur noch signierte Treiber verwendet werden (umgehbar über spezielle Boot-Optionen). Mittlerweile sind alle Treiber, die ich in letzter Zeit gesehen habe, signiert.

Gleichzeitig gibt es jedoch bestimmte Treiber, die explizit nur für bestimmte Windows-Versionen installierbar sind. Ein Treiber, der unter Windows 7 läuft und vermutlich auch unter 8 und 10 laufen würde, läßt sich dort also nicht in jedem Fall installieren. So etwas gibt es oft bei exotischen verbauten Komponenten, wie etwa Rotationssensoren oder Bluetooth Chips in Tablets. Hier ist es also möglich, daß bei einem Upgrade einzelne Komponenten auf der Strecke bleiben.

Gleichwohl bietet Microsoft einen Upgrade-Assistenten an, der Hardware und Software checkt.

Bei mir hatte dieser Assistent jedoch keine Warnungen bei nicht unterstützter Hardware angezeigt (Tablet upgegradet von Windows 7 auf Windows 8.1 mit Lizenz und auf 10 mit freiem Upgrade)), hier war die Funktionalität allerdings bereits unter Windows 8 verloren gegangen.

Zeitraum

Möglich ist das kostenfreie Upgrade übrigens noch bis zum 26.07.2016.

Ein upgegradetes Windows bleibt mit der oben beschriebenen Hardwarebindung dann auch dauerhaft kostenlos. (Möglicherweise kann auch nach einer größeren Hardwareänderung das System erneut per Telefon aktiviert werden.)

Mittlerweile ist Windows 10 einige Zeit im Feld, hat eine größere Installationsbasis bekomme sowie viele auch größere Updates, insofern kann man sich auch für Produktivsysteme demnächst überlegen, den Umstieg zu wagen.

Abschließende Worte

Ich würde erwarten, daß die 7/8 Lizenzen nach dem Upgrade gültig bleiben, man also stets wieder auf das alte System zurückgehen kann, und sei es nur, weil Microsoft ja Mehrfachinstallationen in kleinem Umfang toleriert – und diese teilweise auch legal möglich sind. (Oft jedoch auch nicht, z. B.: Notwendigkeit für Lizenz für jeden VM-Gast.)

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