Programmierertugenden: Faulheit, Ungeduld, Selbstüberschätzung

Programmierertugenden: Faulheit, Ungeduld, Selbstüberschätzung

Gerade lese ich in „Weniger schlecht programmieren” ein Zitat aus „Programmieren mit Perl”, im Rahmen von „ob gut, ob schlecht – man weiß es nicht”.

Tugend oder Untugend?

So sind vorschnelle Wertungen nicht immer richtig.

So kann Faulheit durchaus gut sein, da sie auch zu mehr Effizienz führen kann.

„There is nothing quite so useless, as doing with great efficiency: something that should not be done at all.”
~~Peter F. Drucker

So kann Ungeduld durchaus gut sein, da sie zum vorausschauenden Erfüllen der Anwender-/Kundenwünsche führen kann.

„Do what you do so well that they will want to see it again and bring their friends.”
~~Walt Disney

So kann Selbstüberschätzung durchaus gut sein, da sie verhindert, vor großen Aufgaben zurückzuschrecken.

„Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig.”
~~Seneca

Ich habe das mal so vorsichtig formuliert, weil die gleichen Eigenschaften (Faulheit) beim einen zu großartigen Priorisierungsfähigkeiten und wunderschönen Lösungen führen können (siehe auch Blaise Pascal und seine kurzen Briefe – wobei kurze, prägnante Briefe zunächst durchaus Mehraufwand benötigen) und sich beim nächsten in Lustlosigkeit sowie Dienst-nach-Vorschrift äußern.

Über den ungeduldigen Chef, Projektleiter, oder am besten: Verkäufer, muß ich wohl gar nicht erst reden, so jemanden kennt jeder.

Ähnliches gilt mit der Selbstüberschätzung. Mäßiges Können und großer Stolz auf die eigenen Fähigkeiten sind oft eine schwierige Kombination. (Unconscious Incompetence)

Manchmal stimmt der erste Eindruck dann doch.

Insofern: Ob gut, ob schlecht – man weiß es nicht. Es ist, was der Einzelne daraus macht.

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