Freiberufler: Rechnungen ins EU Ausland stellen und die Behandlung der Umsatzsteuer

Freiberufler: Rechnungen ins EU Ausland stellen und die Behandlung der Umsatzsteuer

Unter bestimmten Umständen schlägt man als umsatzsteuerpflichtiger Freiberufler bei Rechnungen ins Ausland keine Umsatzsteuer auf. Man stellt Netto-Rechnungen.

In vielen Fällen ist die ausländische Firma für die Abführung der Umsatzsteuer und die komplette Handhabung zuständig. Dadurch stellt der Freiberufler die Umsatzsteuer nicht mehr in Rechnung. Liefert einem das ausländische Unternehmen (der Auftraggeber) vorab eine Umsatzsteuer-ID und fragt nach diesem Verfahren, so kann alles also durchaus mit rechten Dingen zugehen.

Disclaimer

Ich bin kein Steuerberater. Wie viel Ahnung ich von dem Thema habe, werde ich zumindest zum Teil bei der nächsten Steuerprüfung herausfinden.
Wer einen Steuerberater hat/einer ist kann das hier gerne kommentieren.
Die Informationen hier enthalten keinerlei Garantie auf Richtigkeit, Benutzung in der Verantwortung des Lesers/Umsetzenden!!

Aufpassen muß man hier mit der Meldung an das Finanzamt. Natürlich möchte der Staat (welcher auch immer, Dtl. oder Ausland) ja immer noch sein Geld haben – auch wenn die Umsatzsteuer als Verbrauchersteuer im B2B-Bereich ja ohnehin keine wirkliche Rolle spielt.

Validierung der MwSt-Nummer

Zuallererst, bei Aufnahme der Geschäftsbeziehungen, sollte man die Steuernummer des Auftraggebers einmal online prüfen, um spätere Probleme zu vermeiden.

Zusätzliche Merkmale der Rechnung

Kommt es dann zur Rechnungsstellung, kann man eine Rechnung wie in Deutschland erstellen, nur muß hier zusätzlich die Mwst.-ID des Auftraggebers erscheinen, ferner der Zusatz des Hinweises auf die „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers”. Da man im Ausland oft nicht deutsch spricht, gibt es bei der IHK auch direkt eine Liste der korrekten Übersetzungen, für das Englische heißt dies „Reverse Charge”. Eine entsprechende Formulierung muß genau so erscheinen.

Änderung bei Umsatzsteuervoranmeldung

In der Umsatzsteuervoranmeldung kommt dann nicht mehr alles in Zeile 26 Kennziffer 81, sondern in Zeile 41 Kennziffer 21.

Zusammenfassende Meldung

Zusätzlich muß dann noch eine Zusammenfassende Meldung abgegeben werden – damit der Staat auch alles nachverfolgen kann. Dort steht dann aber auch nicht viel mehr, als der Empfänger und der Betrag, bei Dienstleistungen wählt man „S”, „Sonstige Leistungen”.

Das war es auch schon. Ein Auftraggeber im Ausland bedeutet keinen deutlichen Mehraufwand – wenn man den Anfang geschafft hat, und sich ein wenig eingelesen hat. Deutsche Wertarbeit ist eben allerorten gefragt, das will man niemandem vorenthalten. 😉

Referenzen

Siehe auch Forum, IHK, IHK und noch mehr Tips.

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