Projektmanagement ist..

Projektmanagement ist..

Jaja, die einfachen Dinge. Dann gebe ich mal die einfachste und passendste Definition von Projektmanagement, die mir heute spontan eingefallen ist.

„Projektmanagement bedeutet, die Dinge unter Berücksichtigung gewünschter Ergebnisse und Zeitpläne am Laufen zu halten.”
~~Andreas Reiff

So, jetzt bin ich auch schon einmal zitiert worden.

Um alles doch nicht so einfach stehen zu lassen noch folgende Erklärung:

Ergebnisse

Gewünschte Ergebnisse sind natürlich – u. a. in der Softwarebranche – oft nur ein frommer Wunsch. Gewollt, gesagt, bekommen, tatsächlich von den Anwendern benötigt.. das sind oft verschiedene Welten. Im reinen Projektmanagement ist das Einholen der (wirklich) passenden Anforderungen jedoch nicht enthalten.
Projekte sind natürlich etwas undankbar, wenn alles in time, in budget usw. ist, das Produkt jedoch niemanden wirklich glücklich macht.

Zeitpläne

Tja.. Zeitpläne. Es gibt hier eigentlich 2 Ansätze.
Steht das Enddatum schon fest („Im August müssen wir auf der Messe sein!”) lassen sich alle anderen spannenden Daten (Meilensteine) gut zurückrechnen. Landet man hier in der Vergangenheit ist Kreativität und Verhandlungsgeschick gefragt.
Steht das Enddatum nicht, saugt man sich selber eines aus den Fingern. Ohne Enddatum, auf das hingearbeitet wird, gibt es oft kein Ende. Der Profi befragt sein Team vorher zu den benötigten Aufwänden und Abschätzungen.
1 Millionen Euro Tip: Am Anfang einen kleinen Puffer hinten einplanen, am besten direkt eine zu frühe Deadline kommunizieren – wenn „sauber” möglich. Und: wenn am Anfang alles schief geht und alles gerissen wird.. nun.. die wenigsten Produktivitätskurven sind exponentiell – nachdem sie die ersten Wochen bei 0 verharrt haben wird in den letzten 3 Tagen noch alles erledigt.
Am Anfang werden viele Weichen gestellt, von denen später abzuweichen nur die ganz harten schaffen.

Dinge am Laufen halten

Niemand sollte jemals ohne Arbeit dastehen. Nun – diese Arbeit sollte noch zielbezogen sein 🙂 – letzten Endes sollte jedenfalls jeder jederzeit wissen, was für ihn speziell zu tun ist, dafür alle benötigten Eingaben (Informationen, Material, …) haben, das passende Wissen (evtl. Experten an der Hand) sowie eine grobe Vorstellung davon, wie das eigene Handeln in das große Ganze paßt. Und was das große Ganze ist – mit regelmäßigen Updates, die die Handlung in das gesamte Geschehen einbetten.
Daraus ergeben sich dann zahlreiche Anforderungen: Informationen von A nach B schaffen, evtl. sogar festhalten, Aus- und Zusagen festhalten, nachhalten und einfordern, Anforderungen frühzeitig zu erkennen und die Erfüllung einzuleiten.. und das ganze natürlich für jede einzelne Person individuell.

Muß der Eine jede Kleinigkeit hinterhergetragen bekommen, gibt es in einem guten Team guter Leute („A Player”) fast nur solche, die sich komplett selbst verwalten, und die man mit den gewünschten Zielen oder sogar ausschließlich mit dem Gesamtrahmen extrem produktiv halten kann. Von solchen Teams habe ich gelesen, daß es sie geben soll. (B players hire C players.. 1. Kommentar für ein weises Kopfnicken, und für alle, die noch nie davon gehört haben, bloggt auch Guy Kawasaki, der Mann, direkt hinter Steve Jobs, verantwortlich für den Apple Erfolg)

Ein großer Teil der Arbeit ist jedenfalls das Steuern des Informationsflusses – auch der „Schnack an der Kaffeemaschine” genannt.

..Spaß

Und wenn alles funktioniert, dann.. ist Projektmanagement Spaß.

RFC

Ich freue mich über jede Meinung zum Thema, ob in eine ähnliche oder andere Richtung gehend.

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