Sicherer Browsen

Sicherer Browsen

Wer sich schon einmal Trojaner und/oder Viren eingefangen hat, kennt den Ärger, den so etwas verursachen kann – und möchte ihn um großen Preis in Zukunft vermeiden.

Oft ist der Flash-Player das Problem, aber auch Java oder ähnliche Erweiterungen können zu Infektionen führen. In dem Artikel über das Deaktivieren von Flash unter Chrome sowie im Artikel über andere Optionen zum Schutz gegen flashbasierte Attacken habe ich schon mehrere Wege aufgezählt, wie man sich schützen kann.

Doch – eigentlich – gibt es nur eine Möglichkeit, mehr Schutz zu gewährleisten, und das bei mehr (und weniger) Komfort.

Das funktioniert, indem man den Browser in einer virtuellen Maschine laufen läßt. Das ging schon immer mit Lösungen wie VMware oder Virtual Box, jetzt wurde aus diesem Ansatz ein praktisches, einfaches Konzept für weiter nicht vorgebildete Anwender gebastelt. Wie Heise berichtet hat die Sirrix AG das ganze als „Browser in the Box” (BitBox) zusammengeschnürt und liefert so einen Browser in einer virtualisierten Linux-Umgebung aus. Damit kann dann wirklich kaum noch etwas schiefgehen, auch Flash oder Java muß man nicht mehr deaktiveren. Viren fallen zwar nun ein, können in dieser Umgebung jedoch keinen Schaden anrichten (zumindest auf dem Computer, die Box kann weiter theoretisch befallen werden). Erkauft wird das mit der virtuellen Umgebung, die den Speicherbedarf sowie die CPU-Last deutlich in die Höhe schnellen läßt.

Hier geht es zum Download, die entsprechende Option findet sich recht im Menü. Bedenken sollte man jedoch, daß der Download bereits mit ca. 1GB zu Buche schlägt – das gibt auch einen ersten Hinweis darauf, wie sich der Browser später zur Laufzeit verhalten wird. Letzten Endes ist es eben nur ein Kompromiss, der durch ein im eigentlichen Betriebssystem virtuell zusätzlich laufendes Debian-Linux erkauft wird. Also gibt es mehr Sicherheit zu Lasten der dem Rechner abverlangten Arbeitslast.

One thought on “Sicherer Browsen

  1. Eine weitere schöne Lösung ist Sandboxie, das den Browser ebenfalls in einer speziellen Umgebung laufen läßt.

    Mit Sandboxie lassen sich verschiedene Programme sicher betreiben. Ferner ist es um einiges „leichter” als die „Browser in the Box” Lösung. So ist der Download z. B. nur 2MB groß – anstelle von 1GB. (Wobei man bei Sandboxie fairerweise noch die ca. 10-20MB für den Download eines Browsers hinzurechnen muß.)

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