Ebay erhöht die Preise

Ebay erhöht die Preise

Ebay erhöht mal wieder die Preise, jeder Benutzer wird wohl diesen Samstag eine entsprechende Email bekommen haben.

Eigentlich traurig, ist doch absehbar: gewinnen wird hier niemand.

Denn.. warum erhöht Ebay die Gebühren? Nun, Ebay möchte seinen Gewinn (noch weiter) steigern. Das geht im Wesentlichen nur dadurch (ja, ich vereinfache), daß der Umsatz gesteigert wird. Das geht jedoch primär durch 2 Dinge:

  1. Mehr Verkäufe über die Plattform
  2. Mehr Geld für jeden Verkauf

Und nun, die 1. Möglichkeit ist hier leider keine Option. Ebay ist wohl ausgewachsen, und so schickt Ebay wohl selbst an seine Eigentümer eine traurige Nachricht: weiter wachsen wird Ebay nicht. Das Undenkbare (zu New Economy Zeiten) ist eingetreten: Konzerne wachsen nicht mehr weiter. Nun, daß der Markt nur endlich groß ist (schließlich gibt es auch nur endlich viele Menschen) wurde wohl oft vergessen.

Bleibt also die 2. Möglichkeit. Um noch ein wenig mehr Geld und Gewinn rauszupressen werden einfach die Gebühren erhöht. Nicht schön, aber wenn einem sonst nichts mehr einfällt eine gute Idee. So lange es gutgeht.

Das Ganze erinnert mich an einen anderen Fall, damals hatte Bionade seine Preise erhöht. Im Handelsblatt stand auch schön die Begründung drin, die keck gegeben wurde. „Wir sind Marktführer, wir können das einfach so machen.” (sinngemäß) Nichts über Rohstoffpreise oder sonst irgendetwas – nur die Nachricht, daß die Kunden demnächst für die gleiche Leistung mehr zahlen müssen, weil sich jemand ausgerechnet hat, daß dies gut möglich ist und den Gewinn schön erhöhen wird. Nun – über diese Begründung habe ich mich so gefreut, daß ich seitdem keine Bionade mehr gekauft habe. Allein schon, um die Rechnung, die Bionade aufgemacht hat, kaputt zu machen. Im Kleinen. Und an dieser Stelle sei auch nochmal gesagt, daß Bionade eine normale Limonade ist, u. a. auch mit jeder Menge Zucker – gesund sieht anders aus. Höchstens noch schlimmer, wenn ein armer Konsument denkt, daß er sich damit noch was gutes tut (Zucker ist fast immer schlecht).

Jedenfalls erinnert mich Ebay auch an dieses unglückliche Ereignis. Jemand denkt, der Markt gehöre ihm, und er könne machen, was er wolle. Oder was er glaubt, tun zu müssen, um (finanziell) noch weiter zu wachsen.

Allein, daß Kunden auch vergrault werden können, daß es Alternativen gibt, das überlegen sich die guten Leute nicht.

Wie könnte man mehr Kunden bekommen? Service verbessern? Zusatzleistungen anbieten? Fehlanzeige.

Oft genug hatte ich auch bereits Ärger mit dem Ebay-Support, der träge und wenig hilfreich auf Anfragen (meistens ging es um Probleme mit Bietern oder Käufern) reagiert hat. Der Paypal Support ist übrigens noch um Längen schlechter! Da habe ich einmal ein Dutzend Male schreiben müssen, weil mir jemand Raubkopien verkauft hatte und mir mein Geld nicht wiedergeben wollte. Und Paypal ein Gutachten wollte, daß die gebrannten DVDs nicht echt waren, usw.. da habe ich dann sogar noch die Polizei mit belästigen müssen.

Aber so kreativ ist dort niemand.

Wie dem auch sei, es gibt Alternativen.

Alternativen

Hood.de (Online-Auktionen kostenlos)
Auvito.de (Ihr kostenloses Auktionshaus)
Am besten arbeitet man hier mit Festpreisen, da eben doch (noch) nicht so viele Leute auf diesen Plattformen unterwegs sind und bieten wie beim (noch) Marktführer.
Kalaydo.de (kostenlos privat Anzeigen inserieren)
Quoka.de (kostenlose Kleinanzeigen)
Anzeigen können durchaus ähnlich gut wie Auktionen funktionieren, zumal sie deutlich länger online bleiben. Oh, und.. kostenlos sind.

Weiterführende Links

Diskussion auf Boerse.bz
Diskussion auf HUKD
Interessanter Artikel auf Thingybob.de
Ein weiterer Artikel auf Modulopfer.de
Eine passende Meldung von Heise.de zum steigenden Gewinn von Ebay

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