Warenkorb und Bildung

Warenkorb und Bildung

Ein Finanzberater von AWD hat mir anvertraut, daß die Bundesregierung in letzter Zeit den Warenkorb angepasst hat, und wäre dies nicht geschehen, hätten wir eine Inflation von über 10%, im Vergleich zum letzten Jahr.

Nun.. das ist eine spannende Sache, und ich wollte wissen, ob das Geheimwissen von AWD ist, oder ob diese Information bereits in die Weiten des Internets vorgedrungen ist. Tja.. überprüfen konnte ich es leider nicht, weil ich keine Informationen dazu finden konnte – obwohl in der Vergangenheit ja immer wieder gerne Inflation benutzt wurde, um Schulden abzubauen. Und Schulden.. die sind aktuell in Japan, USA sowie Europa auf neuen Höchstständen. Jedenfalls habe ich keine Informationen gefunden, die die 10%-These untermauern würden – es bleibt wohl Geheimwissen.

Dafür habe ich herausgefunden, wie hoch die Bildungsausgaben im Warenkorb sind, und das war fast genauso spannend.

Die Zusammensetzung des Warenkorbs findet sich (natürlich) bei Wikipedia sowie beim Statistischen Bundesamt Deutschland. Dort kann man sehen, daß der Anteil des Bildungswesens bei gerade 0,7% stagniert.

Wenn ich jetzt weiter schlußfolgere, daß der Warenkorb ja repräsentativ ausdrücken soll, wie viel der Deutsche im Schnitt für verschiedene Dinge ausgibt, macht mich das sehr stutzig. Der Deutsche gibt unter 1% seines (Netto-)Einkommens für Bildung aus?

Dabei habe ich mal von einem schlauen Mann gehört (leider weiß ich nicht mehr, wer genau.. vielleicht Brian Tracy oder Napoleon Hill, vermutlich George Samuel Clason mit The Richest Man in Babylon), daß es doch eine durchaus gute Idee wäre, 10% seines Einkommens in sich selbst zu investieren (also in Fortbildung, aber auch in Themen wie Gesundheit etc. – alles, was nicht für den Augenblick, sondern für die Zukunft ist).

Nun, warum das eine gute Idee ist?

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.”
~~Johann Wolfgang von Goethe, „Faust II”

Etwas profaner ausgedrückt: wer sein Einkommen wieder in sich selber investiert, macht sich selber wertvoller, was sich langfristig wieder in einem erhöhten Einkommen auszahlt. Und noch besser: dieses Geld ist inflationssicher, crashsicher, und sicher vor rachsüchtigen Ex-Partnern angelegt.

Wissen ist ein Schatz, der seinen Besitzer überallhin begleitet.
~~Chinesisches Sprichwort

Nun, mit ein wenig Fatalismus und denkend an Randy Pausch (der nicht nur als Informatikprofessor sondern insbesondere auch als Ratgeber für ein besseres Leben überragend war) fällt mir ein:

„The brick walls are there for a reason. The brick walls are not there to keep us out; the brick walls are there to give us a chance to show how badly we want something. . . the brick walls are there to stop the people who don’t want it badly enough. . . they’re there to stop the ‘other’ people.”
~~Randy Pausch, „The Last Lecture”

So betrachtet heißt das: die meisten Leute stoppen, behindern sich selber, indem sie sich so verhalten, so wenig in sich selber investieren, und geben damit den wenigen, die mehr in sich investieren, die Möglichkeit, außergewöhnlich zu sein.

It’s Never Crowded Along the Extra Mile.
~~Dr. Wayne Dyer

Eine der besten Möglichkeiten, sich selber weiterzuentwickeln, ist es, gute Bücher zu lesen, sowie mit anderen Menschen Zeit zu verbringen, die bereits dort angekommen sind, wo man auch hin möchte. Diese Variante ist dann auch noch deutlich günstiger, als viele 1000€ auszugeben für Kurse, die evtl. nicht das halten, was sie versprechen. Natürlich ist auch das Lesen guter Blogs, wie www.andreas-reiff.de oder auch Be Your Best sehr nützlich – das kann ich nur empfehlen.

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