Videos für Android konvertieren und abspielen

Videos für Android konvertieren und abspielen

Mittlerweile gibt es Android-Handys, die auch einem iPhone/iPod bzw. den in den letzten Jahren vergleichsweise populären dedizierten Videoplayern, z. B. dem (eingestellten) Zune von Microsoft oder Zen von Creative, in wenig nachstehen, technisch in einigen Aspekten sogar besser sind. Auf alle Fälle taugen viele davon mit Displayauflösungen ab 240×320 und bis zu 848×480 sowie (halbwegs) großen Bildschirmen dazu, nicht nur im Internet zu surfen, sondern auch Videos wiederzugeben.

Die meisten Videos müssen erst konvertiert werden, bevor sie mit den Android-eigenen Mitteln wiedergegeben werden können. Abhilfe versprechen aufgebohrte Videospieler wie der RockPlayer (eine interessante Übersicht verschiedener Player). Wenn ich dem jedoch beliebige Videodateien vor die Füße werfe (wie versucht), hängt er jedoch oft, verbraucht eine hohe CPU Last, und auch ist die Dateigröße oft viel zu groß für die verwendete SD-Karte.

Abhilfe schafft, das Video zu recodieren.

Da ich dieses Tool bereits anderweitig seit Jahren verwende und insgesamt recht zufrieden ob der leichten Bedienung sowie guten Ergebnisse bin, fiel meine Wahl für ein Videokonvertierungstool auf Handbrake. Nach wenigen Versuchen hat es auch perfekt seinen Dienst verrichtet.

Natürlich muß das Tool zunächst installiert sein, auch sollte man hier einen Standardpfad für die Ausgabedateien auswählen – macht man das nicht, wird man aber auch bald darauf hieran erinnert, und man kann es nachholen. So ermöglicht man dem Programm, automatisch benamte Ausgabedateien in dem Zielverzeichnis zu erstellen.

Konvertierung von Videos für Android Geräte

  1. Videodateien in ein gemeinsames Verzeichnis kopieren (macht die nächsten Schritte einfacher, ist aber nicht nötig)
  2. Im Menü auf Quelle (Source)->Verzeichnis (Folder) öffnen gehen, Verzeichnis auswählen (alternativ einzelne Datei auswählen)
  3. (Handbrake liest die Dateien ein und rechnet ein wenig, nach kurzer Zeit sind alle Dateien prozessiert und wir erhalten eine „Title”-Dropdown-Box, aus der wir später alle Dateien auswählen müssen)
  4. Preset oben rechts wählen: iPhone/iPod touch
  5. Dateiformat („Container”) auf .mp4 ändern, evtl. noch die Endung der Ausgabedatei auf .mp4 ändern
  6. Videogröße nach eigenem Geschmack anpassen – oft reicht hier ein Wert von <400 Pixeln für die längere Seite - so viel erkennt man auf dem kleinen Bildschirm auch nicht (wenn man kein Android-Tablet wie das Galaxy Tab hat)
  7. Videoqualität (Tab „Video” unten) abändern: hier reicht ein RF Wert von 25-30, je nach Geschmack. Bei hohen Werten läuft die Codierung schneller, die Dateien sind kleiner, und die Qualität ist schlechter, normalerweise aber immer noch brauchbar.
  8. Jetzt muß man abwechselnd jedes einzelne Video aus der Dropdown-Box auswählen, sowie „Add to Queue” wählen. Diesen Schritt also mehrmals wiederholen
  9. Anschließend im „Encode Queue” Fenster die Option „Encode” auswählen – jetzt wird gerechnet.

Je nach Quelle können ca. 100 bis zu 150 Bilder pro Sekunde auf einem Mittelklasse-Rechner (Dualcore, 2GHz) codiert werden, damit dauert der Codierungsprozess ca. 1/4-1/6 der gesamten Filmlänge (bei 25 BpS des Originalfilmes). Natürlich variieren die Werte je nach Einstellungen, gewählter Videodatei, sowie Rechenleistung. 4 Stunden Material sollten sich so in unter 1 Stunden für Android umcodieren lassen.

Videos auf Android abspielen

Das Abspielen ist ganz einfach. Nachdem die Videodateien auf das Android-Gerät kopiert wurden, z. B. in ein „Filme”-Verzeichnis auf der SD-Karte, können wir diese über die „Galerie” abspielen. Dazu die Galerie starten, hier werden alle Ordner mit Bild- sowie Videoinhalten angezeigt. Hier den entsprechenden Ordner auswählen und das Bild des gewünschten Films auswählen, der Film wird automatisch wiedergegeben, der eingebaute Player erinnert sich auch an die letzte Position, bis zu der ein Video bereits angeschaut wurde.

Eine schöne Option, wenn man unterwegs etwas gucken möchte, die leider recht viel Vorbereitungszeit erfordert. Und den PC mehr oder minder komplett für mehrere Stunden blockt, inkl. Energieverbrauch, … mal abwarten, wann (endlich) VLC für Android erscheint.

One thought on “Videos für Android konvertieren und abspielen

  1. Ein ebenfalls recht gute Tool soll XMedia Recode sein, das wie Handbrake ebenfalls kostenlos ist. Ferner gibt es hier auch eine portable Version, die also ohne Installation auskommt.

    Die Zahl der unterstützten Formate ist fast unüberschaubar und beinhaltet 3GP, 3GPP, 3GPP2, AAC, AC3, AMR, ASF, AVI, AVISynth, DVD, FLAC, FLV,H.261, H.263, H.264, M4A, M1V, M2V, M4V, Matroska(MKV), MMF, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, TS, TRP, MP2, MP3, MP4, MP4V, MOV,QT, OGG, PSP, (S)VCD, SWF, VOB, WAV, WebM, WMA und WMV, ferner gibt es Profile für alle erdenklichen Geräte.

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